Vernissage von Monika Krautscheid-Bosse in der Galerie M

VizeBgm. Maria Rollenitz, GGR Johann Alt, Sophie und Karl J. Mayerhofer, Mag. Silvia Schweighofer, STR. Manfred Schweighofer
VizeBgm. Maria Rollenitz, GGR Johann Alt, Sophie und Karl J. Mayerhofer, Mag. Silvia Schweighofer, STR. Manfred Schweighofer

Kirchstetten - Neustadt/Wied - Deutschland


Mit Monika Krautscheid Bosse präsentierte der kulturkreiskirchstetten im
Monat Mai eine Malerin aus Deutschland. In seiner Begrüßung erzählte
Karl J. Mayerhofer wie die Malerin aus Neustadt/Wied, das am Fuße des
Westerwaldes zwischen Köln und Bonn liegt, zu der Künstlerverbindung
stieß und ihren Erfolgen  bei den Kunstmessen in Salzburg und Innsbruck.
In ihrer Laudatio sprach Mag. Silvia Schweighofer über das Studium der
Künstlerin, der freien Malerei, dem Meisterkurs bei Prof. Thiele und
über das harmonische Zusammenspiel der Farben und Formen, das auch eines
der Merkmale ihrer Kunst ist. Monika Krautscheid Bosses Werke
demonstrieren ihre künstlerische Entwicklung von der klassischen Malerei
bis hin zur abstrakten Moderne. Ihre Arbeiten fordern die
Auseinandersetzung mit der Kunst. Diesen Kunstgenuss ließen sich
Vzbgm. Maria Rollenitz, GGR Johann Alt und viele andere nicht entgehen.
Mit Produkten vom Monatsmarkt in Kirchstetten wurde auch kulinarisch
der Abend beendet.

Laudatio von Frau Mag. Silvia Schweighofer

Mag. Silvia Schweighofer
Mag. Silvia Schweighofer

MONIKA KRAUTSCHEID-BOSSE,

die Künstlerin, die wir Ihnen heute hier in der Galerie M präsentieren, ist geboren, lebt und arbeitet in Neustadt/Wied in Deutschland.

Karl Mayerhofer hat die Künstlerin auf der Kunstmesse in Salzburg und auf der ART-Innsbruck, wo sie auch in Österreich bekannt wurde, kennen gelernt und konnte sie dazu gewinnen, ihre Bilder im Rahmen einer Vernissage in der Galerie M auszustellen. Die Künstlerin ist seit 2006 Mitglied der Künstlerverbindung Kirchstetten.

Ich werde nun versuchen, Ihnen die Künstlerin – die leider heute nicht anwesend sein kann – und ihre Werke näher zu bringen:

Die Malerin Monika Krautscheid-Bosse ist eine sehr emotionale Künstlerin und sagt selbst über ihre Werke – ich zitiere: „Meine Werke sind Ausdruck der Freude, Besinn­lichkeit, Gedanken und Wün­sche, aber auch der Schmer­zen und Ängste“.

Monika Krautscheid-Bosse begann  mit dem Studium der Freien Malerei, belegte den  „Meisterkurs" bei Prof. Thiele an der Bundeskunstakademie in Wolfenbüttel und ist Privatdozentin in moderner abstrakter Kunst.

Seit 1980 ist sie intensiv auf dem Gebiet der Malerei tätig. Die Künstlerin ist Mitglied im Verband deutscher Künstler und wurde in die internationale Künstlervereinigung „Künstlergilde" sowie ins Sauer-Künstlerlexikon aufgenommen.

Ihre Bilder befinden sich im öffentlichen und privaten Besitz. Die Künstlerin ist bekannt durch zahlreiche Abbildungen in Kunstzeitschriften und durch Presse, Funk- und Fernsehportraits.
Ihre Werke machen weltweit mit Präsentationen in Museen und Galerien auf sich aufmerksam.

In zahlreichen Ausstellungen, wie in Bonn, Dresden, Berlin, Hannover hat die modern abstrakte
Künstlerin bereits ihre Werke gezeigt.

Eine epochale Änderung und Steigerung ih­rer Sehweise und Betrach­tungsart gehören zu ihrer künstlerischen Entwicklung, die sie mehr und mehr von der klassischen hin zur ab­strakten Malerei führte. So wurden ihre farbstärksten Bil­der neueren Datums zu den Schlüsselbildern ihres erfolg­reichen Schaffens, die ihr bei bedeutenden Juroren die Wege zu internationalen Repräsen­tationen in namhaften Mu­seen und Galerien weltweit öffneten. Dort fanden sie im Umkreis der Klassischen Mo­derne und Gegenwartskunst einen würdigen Rahmen.

Das harmonische Zusammenspiel der Farben und Formen ist eines der Merkmale ihrer Kunst. Großer stilistischer Formenreichtum und symbolhafte Ornamentik kennzeichnen die Werke der Künstlerin.

Ihre mit Emotionen geladenen Arbeiten versteht Krautscheid­-Bosse als Ausdruck ihrer Innenwelt und zugleich als Spiegel gesellschaftlicher Zustände. Kräftige Striche und starke Farbigkeit kennzeichnen die Werke, die den Betrachter zur Auseinandersetzung mit ihren Werken auffordern sollen. Die Bildsymbolik der Kunstwerke beschäftigt sich mit Gesehenem, Erlebten sowie den inneren Eindrücken von Träumen. Die Gestaltungsarten und technischen Ausdrucksmittel der Künstlerin spannen sich über die klassischen Techniken wie Mischtechniken bis hin zur Öl- und Acrylmalerei und collagierten Exponaten. Die Künstlerin wendet bei ihren Werken auch das Enkaustik-Verfahren an, ein Gemisch von Farbe und Wachs, das den Zauber und die Mystik einer antiken Wachsmalkunst wiedergibt.

Ihre von Eingebungen und Konstruktionen geprägten Werke unterliegen zwar einem formalen Konzept und haben Methode, klammern aber ebenso, durch auf matte Farb­flächen gesetzte Figuren, tiefe poetische Anklänge keines­wegs aus. So liegt der beson­dere Reiz ihrer Bilder im Wechsel:

Mal farblich und formal geo­metrisch abstrakt, mal mit rät­selhaften Zeichen versehen, immer wohlproportioniert, kompliziert Monika Krautscheid-Bosse ganz bewusst ihre großflächigen, nur auf den er­sten Blick plakativen Bilder, durch ein bestechend nuan­ciertes Farbenspiel das, ge­paart mit unwahrscheinlicher Leuchtkraft, die der Fantasie des Beschauers weite Räume öffnet. Man spürt den inneren Zwiespalt wie auch den künst­lerischen Impuls, der sich zum Beispiel in einem ganzen Arsenal von kräftigen Rot- und Gelbtönen widerspiegelt, die sie dann doch harmoniesüchtig durch ein sanftes Grün und großzügig hingeworfene Trennlinien abschwächt oder auffängt. Daraus entsteht ein faszinierendes Kombinations­werk aus aufregenden Farb­schattierungen und bizarren Formen, die so ihre Bilder spannungsreich oder fast dra­matisch erscheinen lassen.

Beim genauen Hinsehen und Betrachten der einzelnen Bilder gibt es immer neue Überraschungen. Dabei wird spür- und nachvollzieh­bar, dass es vom Temperament und von den Stimmungen der Künstlerin abhängt, ob sie mit leichter Hand oder mit mar­kantem Strich Formen ein­bringt, die fast greifbar schei­nen, ob sie Halb- oder Volltöne wählt und die ganze Farben­pracht ihrer Palette mit Pinsel oder Spachtel plastisch, schillernd, leuchtend oder gar grellbunt und scheckig mit größtmöglicher Konzentra­tion auf die – von ihr grundsätzlich als Malgrund gewählte – Leinwand überträgt.

Authentizität aus dem Inneren – aus dem Inneren der Künstlerin heraus, es wird eine Farb- und Formenwelt sichtbar und eine künstlerische Unverwechselbarkeit entwickelt sich. Die Gewichtigkeit innerhalb des Bildes, Lebendigkeit in der Fläche und der Schwung im Strich, das Zuordnen von Farben und die Bildaufteilung wird festgelegt, um dann diese Grenzen zu durchbrechen oder einzuhalten, zu überschreiten oder spielerisch zu umgehen.

Ziel ist kein Thema außerhalb, sondern Authentizität aus dem Inneren heraus – das, denke ich, möchte Monika Krautscheid-Bosse uns mit ihren Bildern mitteilen.

 „Dem Betrachter bleibt die Freiheit, die Bilder subjektiv zu sehen", erklärte Laudator Herb Schwarz, selbst Künstler, bei einer Vernissage der Künstlerin in Hachenburg – wir laden Sie heute dazu ein!