Vernissage von Alfred Postmann in der Galerie M

Bgm. Johann Dill, Sophie & Karl J. Mayerhofer, Mag. Silvia Schweighofer, Alfred Postmann, Manfred Schweighofer, Johann Alt
Bgm. Johann Dill, Sophie & Karl J. Mayerhofer, Mag. Silvia Schweighofer, Alfred Postmann, Manfred Schweighofer, Johann Alt

Die Sommerpause in der kleinen feinen Galerie M in Kirchstetten
Hinterholz ist zu Ende. Ganz bewusst wählte Karl J. Mayerhofer den Maler
Alfred Postmann aus Burg im Burgenland und seinen Zyklus "Toskana" aus.
Seine in kräftigen Farben gehaltenen Werke weckten im Betrachter
Erinnerungen an einen schönen Urlaub und neue Sehnsüchte zu einer Reise
in unser Nachbarland. In ihren einführenden Worten beschrieb Mag. Silvia
Schweighofer das Schaffen des Künstlers, der weit über die Grenzen
seiner Heimat bekannt ist. So stammte von ihm das Plakat der Wiener
Bezirksfestwochen, das auch in Berlin (Deutschland), Winnipeg (Kanada)
und Brisbane (Australien) zu sehen war. Er brachte mit typischen Schmankerln von

Aloisia und Weinen von Willi Dorner einen Gruß aus seiner burgenländischen Heimat.
Begeistert von seinen Werken waren unter anderem Bgm. Johann Dill,
Vzbgm.
Maria Rollenitz, GGR Johann Alt, Stadtrat Manfred Schweighofer,
die Künstlerkollegen Fritz Weinauer, Kurt Krischek, Lavinia und viele
andere.

Mag. Silvia Scheighofer
Mag. Silvia Scheighofer

Laudatio von Mag. Silvia Schweighofer

 

Als ich in den vergangenen Wochen meinen kunstinteressierten Freunden von der heutigen Austellung erzählte, war die Reaktion auf die Erwähnung des Namens unseres heutigen Künstlers äußerst interessant und so verblüffend, das ich Ihnen einige Äußerungen gerne wiedergeben möchte:

Postmann – der kommt sicher aus dem Burgenland, da gibt´s den Namen an jedem zweiten Haus.“

Postmann Alfred? Ist das nicht ein Fotograf?

Ja den, mein Gott, vor ca. 15 Jahren, in Wien in einer BAWAG Filiale, ich kann mich erinnern, der malte Schiffe, …“

Ja, den kenn ich vom Golfspielen, weißt, im Golfhotel Steigenberger in Bad Tatzmannsdorf, da war mal was vom Postmann oder hängt dort einer, …“

Ist das nicht ein Kabarettist, ich galub, in der Kulisse in Wien war da mal was.“

Alfred Postmann, ich war mit einer Schulklasse bei der Ausstellung ,Wiener Wasserwelt’, hat der da nicht auch mitgemacht, ich glaub den Namen hab ich rgendwo dort gelesen?“

Ja, bei unserem Aufenthalt in Gmunden, da waren wir in einer Ausstellung, ,Toscana’ – die Bilder werd ich nie vergessen, ich denke das war Alfred Postmann.“

Der von der Kunstmesse in Salzburg 2004 und 2005?“

Alfred Postmann, der war doch bei der Benefizveranstaltung ,Die Welle’ der Ring-Galerie dabei, wo für die Opfer der Tsunamikatastrophe gesammelt wurde.“

Das ist doch der Sieger vom Plakatwettbewerb der Wiener Bezirksfestwochen, das Plakat war dann auch in Berlin, Kanada und Australien zu sehen.“

Ist der nicht 2006 im Internationalen Kunst-Forum aufgenommen worden?“

War da nicht auch ein Bild von ihm bei der ORF-Aktion ,Licht ins Dunkel’ ?“

 

Meine Neugierde war groß, wen hat Karl Mayerhofer hier in die kleine, feine Galerie Kirchstetten eingeladen?

Ich begann mit meinen Recherchen und war verblüfft – es stimmte alles, was meine Freunde mir mitgelteilt hatten – aber das war noch lange nicht alles!

Alfred Postmann, unser heutiger Künstler, lebt und arbeitet im Südburgenland, genau in Burg – an der ungarischen Grenze, knapp 20 km südöstlich von Oberwart.

Er besuchte die GraphischeLehr- und Versuchsanstalt und war bis 1987 als selbstständiger Fotograf tätig.

Seit 1992 beschäftigt sich der Künstler intensiv mit der Aquarellmalerei, aber auch immer wieder mit Mischtechniken, wobei er sein autodidaktisch erworbenes Können in verschiedenen Seminaren perfektioniert hat.

Er ist seit 1998 Mitglied der Ring-Galerie und seit 2006 Mitglied in der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs.

Zahlreiche Teilnahmen an Ausstellungs- und Messebeteiligungen im In- und Ausland findet man in seiner Biografie, wobei die eingangs erwähnten nur zirka ein Viertel der Gelegenheiten ausmachen, bei denen Werke von Alfred Postmann gezeigt wurden.

Mit seinen Bildern versucht der Künstlerdem Betrachter die Lust an Farben und Formen zu vermitteln, überhaupt Farbe in eine mehr oder minder triste Welt zu bringen und damit der Natur mehr Aufmerksamkeit zu verleihen.

Ein Zitat:„Ein Bild entsteht dann, wenn ich etwas sehe, das mich interessiert, da entsteht ein inneres Bild, das ich sichtbar machen möchte. Meine Bilder wollen wie eine Art Projektionsfläche die Möglichkeit geben, Gedanken zu reflektieren und Ruhe zu finden.“

Es geht ihm also nicht um realistische Abbildungen, sondern um Stimmungen – Gefühle erlebter Spannung des jeweiligen Motivs – in Kompositionen von Farbe und Struktur zu einer in sich verschmelzenden Harmonie umzusetzen. Er möchte tiefe Zusammenhänge in und mit der Natur spürbar machen. Es kommt zu einer Konzentration auf das Wesentliche, was auch im Leben oft eine wichtige Komponente darstellt. Das Wenige sagt oft mehr aus, als eine Überfrachtung an Formen und Farben, und strahlt so eine innere Ruhe aus, die dem hektischen Alltag entgegenwirkt. Achtsamkeit, Wahrnehmung, Konzentration und spiele­rische Leichtigkeit sind das Geheimnis hinter seinen Bildern, das es zu enträtseln gilt.

Alfred Postmann versucht sich beim Malen vom Drang der ständigen Kontrolle über sein Werk zu lösen, um Eigendynamik zulassen zu können. In diesem Prozess des Entstehenlassens genügt es ihm, in sich heineinzuhören und sich von seinem Inneren führen zu lassen.

Heute sehen wir hier Bilder des Künstlers mit Motiven der Toskana.
Die Toskana – ein Synonym für Sinnesfreuden, Kunst und Kultur, für Hügellandschaften mit Zypressen und Weingütern.
Eine Landschaft, die wie Balsman auf die Seele wirkt: Sanfte Hügelketten im Morgendunst, silbrig glänzende Olivenbäume, von Zypressen umrundete Bauernhöfe auf sanften Kuppen – das sind Bilder, die im Land der Sehnsucht und auf der Leinwand von Alfred Postmann tatsächlich wahr werden.

Auf seiner Hompage steht:

Der Künstler möchte unterhalten und den Alltag verschönern, Freude an Farben und schönen Dingen vermitteln. Es genügt ihm, dass seine Arbeiten gefallen, und er möchte nicht stundenlang sein Werk interpretieren müssen. Seine Arbeiten wollen nur eines bewegen, und das ist die Freude, sie anzusehen.


Den eingangs erwähnten Bemerkungen ist eine neue hinzuzufügen:

Alfred Postmann? Das ist doch der, der im Oktober 2009 in Kirchstetten in der kleinen, feinen Galerie des Karl Mayerhofer seine Bilder präsentierte!“


Danke für Ihre Aufmerksamkeit!